Portrait von Ellen White
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„Unser täglich Brot gib uns heute“ *
„Unser täglich Brot gib uns heute“ *
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Die erste Hälfte des Gebets, das uns Jesus gelehrt hat, bezieht sich auf den Namen, das Reich und den Willen Gottes: sein Name soll geehrt, sein Reich aufgerichtet und sein Wille getan werden. Hast du damit den Dienst Gottes all deinem Streben vorangestellt, dann magst du vertrauensvoll bitten, dass Gott auch deiner Bedürfnisse gedenken möge. Hast du dich von dir selbst losgesagt und Christus übergeben, dann gehörst du zur Familie Gottes, und alles im Hause des Vaters gehört auch dir. Alle Schätze Gottes sind dir zugänglich und damit nicht nur diese, sondern auch die zukünftige Welt. Der Dienst der Engel, die Gabe seines Geistes, das Werk seiner Sendboten, alles steht dir zur Verfügung. Die Welt mit allem, was darin ist, gehört dir zu, soweit es dir zum Guten gereicht. Selbst die Feindschaft der Bösen wird dir zum Segen gereichen, denn sie erzieht dich fürs Himmelreich. Wenn du Christus angehörst, dann ist alles dein. 1.Korinther 3,21-23. BL.92.2 Teilen

Und doch bist du einem Kinde gleich, das seine Erbschaft noch nicht angetreten hat. Gott setzt dich noch nicht in den Genuß deiner köstlichen Güter, weil es sonst dem Teufel mit seiner Verführungskunst gelingen könnte, dich gleich Adam und Eva im Paradiese zu betrügen. Christus hält dir das Erbe noch bereit, damit es vor dem Verderber sicher sei. Einem Kinde gleich wirst du indessen Tag für Tag empfangen, was du gerade zum Leben nötig hast. Du sollst jeden Tag beten: „Unser täglich Brot gib uns heute.“ Du sollst nicht den Mut verlieren, wenn es nicht für morgen reicht, denn dir gilt die Verheißung: „Ich will dich nicht verlassen noch versäumen.“ Hebräer 13,5. David sagte „Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und seine Kinder um Brot betteln.“ Psalm 37,25. Der Gott, der die Raben aussandte, Elia am Bache Krith zu speisen, wird an keinem seiner getreuen Kinder vorübergehen, die sich selbst verleugnen. Von dem, der in Gerechtigkeit wandelt, steht geschrieben: „Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiß.“ „Sie werden nicht zuschanden in böser Zeit, und in der Hungersnot werden sie genug haben.“ Gott, „welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken“? Jesaja 33,16; Psalm 37,19; Römer 8,32. Der seiner verwitweten Mutter die Sorge und Bürde erleichterte und ihren Haushalt in Nazareth versorgen half, hat Mitgefühl mit jeder Mutter, die um Brot für ihre Kinder ringt. Der sich der Menge erbarmte, weil sie „verschmachtet und zerstreut“ (Matthäus 9,36) war, hat auch heute Mitleid mit den Armen, die da leiden. Seine Hand ruht segnend über ihnen, und so lehrt er uns auch in dem Gebet, das er seinen Jüngern gab, der Armen zu gedenken. BL.92.3 Teilen

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Wenn wir beten: „Unser täglich Brot gib uns heute“, bitten wir nicht nur für uns, sondern auch für andere. Wir erkennen damit zugleich an, dass die uns von Gott geschenkten Gaben nicht für uns allein bestimmt sind. Gott gibt sie uns in der Erwartung, dass wir auch die Hungrigen speisen. Er labt die Elenden mit seinen Gütern. Er spricht: „Wenn du ein Mittags- oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde noch deine Brüder noch deine Verwandten noch reiche Nachbarn, auf dass sie dich nicht etwa wieder laden und dir vergolten werde. Sondern wenn du ein Mahl machst, so lade die Armen, die Krüppel, die Lahmen, die Blinden, so bist du selig, denn sie haben’s nicht, dir zu vergelten; es wird dir aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.“ Lukas 14,12-14. BL.93.1 Teilen

„Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allewege volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk.“ „Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.“ 2.Korinther 9,8.6. BL.93.2 Teilen

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Das Gebet ums tägliche Brot bezieht sich nicht nur auf die Erhaltung unseres Körpers, sondern auch auf die geistliche Nahrung der Seele zum ewigen Leben. Jesus sagt uns „Schaffet euch Speise, nicht, die vergänglich ist, sondern die da bleibt in das ewige Leben.“ „Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.“ Johannes 6,27.51. Unser Heiland ist das Brot des Lebens, und wenn wir seine Liebe betrachten und in unsere Seele aufnehmen, genießen wir das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wir empfangen Christus durch sein Wort. Der Heilige Geist ist uns gegeben, das Wort Gottes unserem Verständnis zu erschließen und uns seine Wahrheit ins Herz zu senken. Wir müssen täglich beten, dass Gott uns beim Lesen seines Wortes seinen Heiligen Geist verleihen möge, uns die Wahrheit zu offenbaren, aus der wir die für den Tag notwendige seelische Stärkung schöpfen. BL.94.1 Teilen

Mit der Unterweisung, täglich um alles Notwendige, um leiblichen und geistlichen Segen zu bitten, verfolgt Gott einen guten Zweck. Er möchte in uns die Überzeugung wecken, dass wir von seiner beständigen Fürsorge abhängig sind. Will er uns doch in den Kreis seiner Gemeinschaft ziehen. In dieser Gemeinschaft sollen wir hungrigen Seelen durch Gebet und Eindringen in die erhabenen und köstlichen Wahrheiten seines Wortes gesättigt werden und Erquickung finden am Lebensbrunnen. BL.94.2 Teilen

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