Portrait von Ellen White
A-   A+
A-   A+
Bücher
Achtung, noch nicht 100% für das Handy optimiert.
Ich arbeite parallel an der APP.
Wir nähern uns dem Ende
Wir nähern uns dem Ende
159

Christliches Leben bedeutet mehr als wofür viele es halten. Es besteht nicht nur aus Freundlichkeit, Geduld, Sanftmut und Liebenswürdigkeit. Diese Tugenden sind zwar wesentlich; aber es ist auch Mut, Kraft, Eifer und Ausdauer notwendig. Der Pfad, den Christus vorzeichnet, ist schmal und erfordert Selbstverleugnung. Diesen Pfad zu betreten und sich durch Schwierigkeiten und Entmutigungen hindurchzuwinden, erfordert Männer, die keine Schwächlinge sind. DE.159.1 Teilen

Männer mit starken Nerven werden benötigt, Männer, die nicht darauf warten, dass ihnen der Weg geebnet und jedes Hindernis entfernt wird, Männer, welche die schwachen Bemühungen entmutigter Diener Christi mit neuem Eifer beleben und Männer, deren Herzen warm sind von christlicher Liebe und deren Hände geschickt sind, ihres Meisters Werk zu tun. DE.159.2 Teilen

Etliche von denen, die sich dem Missionsdienst weihen, sind schwach, kraftlos, zaghaft, leicht entmutigt. Ihnen fehlt es an Tatkraft. Sie haben nicht jene bestimmten Charakterzüge, welche die Kraft verleihen, etwas zu tun: Mut und Eifer, welche die Begeisterung entzünden. Wer Erfolg haben will, muss mutig und hoffnungsvoll sein. Sie sollten nicht nur die ruhig hinnehmenden, sondern auch die geschäftigen Tugenden pflegen. Während sie wissen, sanft zu antworten, um den Zorn zu stillen, müssen sie auch den Mut eines Helden besitzen, dem Bösen zu widerstehen. Neben der christlichen Liebe, die alles erduldet, ist eine Charakterstärke nötig, die ihrem Einfluss Nachdruck verleiht. DE.159.3 Teilen

Manche besitzen keine Charakterfestigkeit. Ihre Pläne und Absichten haben keine bestimmte Form und Beständigkeit. Sie sind von wenig wirklichem Nutzen in der Welt. Diese Schwäche, Unschlüssigkeit und Kraftlosigkeit sollte man überwinden. Im wahren christlichen Charakter gibt es eine Unbezähmbarkeit, die widrige Verhältnisse weder formen noch unterdrücken können. Wir müssen ein sittliches Rückgrat haben, eine Lauterkeit, der man nicht durch Schmeichelei, Bestechung oder Angst machen beikommen kann. DE.159.4 Teilen

Gott wünscht, dass wir jede Gelegenheit zur Vorbereitung für sein Werk wahrnehmen. Er erwartet, dass wir alle unsere Kräfte zur Verfügung stellen, um sein Werk auszuführen, und dass wir in unserem Herzen dessen Heiligkeit und große Verantwortung lebendig erhalten. DE.159.5 Teilen

Viele, die befähigt sind, Großes zu leisten, vollbringen nur wenig, weil sie wenig unternehmen. Tausende gehen durchs Leben, als ob sie kein großes Ziel hätten, wofür sie leben, keinen hohes Niveau, das sie erreichen sollten. Ein Grund dafür ist, dass sie sich selbst nicht würdig erachten. Christus bezahlte einen unermesslichen Preis für uns, und er möchte, dass wir uns im Verhältnis zu jenem Preis einschätzen. DE.159.6 Teilen

Seid nicht damit zufrieden, einen niedriges Niveau zu erreichen. Wir sind nicht, was wir sein könnten oder was wir nach Gottes Willen sein sollten. Gott hat uns Verstandeskräfte gegeben, die nicht untätig bleiben oder zu irdischen und niederen Bestrebungen eingesetzt werden, sondern bestmöglich entwickelt, veredelt, geheiligt, verfeinert und zur Förderung seines Reiches benutzt werden sollten. Denkt daran: In welcher Position ihr auch dienen mögt, ihr offenbart den Beweggrund und entwickelt den Charakter. Was auch eure Arbeit sei, tut sie genau und mit Fleiß; überwindet die Neigung, eine leichte Aufgabe zu suchen. DE.159.7 Teilen

160

Denselben Geist und die gleichen Grundsätze, die jemand in der täglichen Arbeit umsetzt, wird er im ganzen Leben zeigen. Solche, die eine bestimmte Menge tun wollen und dafür ein bestimmtes Gehalt fordern und die für eine Position schon geeignet sein wollen, ohne die Mühe der Anpassung oder Erziehung auf sich zu nehmen, sind nicht die von Gott zu seinem Dienst Berufenen. Alle, die darüber nachdenken, wie sie so wenig wie möglich von ihren körperlichen, geistigen und seelischen Kraft einsetzen können, sind nicht die Diener, auf die der Herr die Fülle des Segens ausgießen kann. Ihr Beispiel steckt an. Das eigene Wohl ist der dominierende Beweggrund. Alle, die beaufsichtigt werden müssen und nur dann arbeiten, wenn ihnen jede Pflicht zugewiesen wird, gehören nicht zu denen, die einmal als treu und fromm gepriesen werden. Es sind Diener nötig, die Tatkraft, Redlichkeit und Fleiß offenbaren, — Leute, die bereit sind, alles zu tun, was getan werden muss. DE.160.1 Teilen

Viele werden kraftlos, wenn sie aus Furcht vor Fehlschlägen den Verantwortungen lieber ausweichen. Dadurch entgeht ihnen aber eine Ausbildung, die aus der Erfahrung kommt und die Lesen und Studieren, sowie alle anderen gewonnenen Vorteile ihnen nicht bieten können. DE.160.2 Teilen

Ein Mensch kann die Umstände lenken, aber er sollte es niemals zulassen, dass die Umstände ihn formen. Wir sollten die Umstände als ein Mittel erfassen, durch die wir erst arbeiten können. Wir sollen sie deshalb beherrschen, aber dabei nicht zulassen, dass sie uns beherrschen. DE.160.3 Teilen

Kraftvolle Männer sind oft solche, denen man widersprochen, die man verhöhnt und denen man widerstanden hat. Die Hindernisse, die sich ihnen entgegenstellen, erweisen sich für sie als Segnungen, weil sie ihre Willenskraft aktivieren. Sie lernen selbständig zu handeln. Kampf und Schwierigkeiten führen zu einem Vertrauen auf Gott und verleihen jene Festigkeit, die Macht entwickelt. DE.160.4 Teilen

Christus leistete keinen halben Dienst. Er bewertete seine Arbeit nicht nach Stunden. Seine Zeit, seine Seele, sein Herz und seine Kraft waren dem Werk zum Besten der Menschheit geweiht. Er arbeitete ermüdende Tage hindurch, und während langer Nächte beugte er sich im Gebet um Gnade und Ausdauer, damit er ein größeres Werk tun könnte. Mit starkem Geschrei und Tränen sandte er seine Bitten zu Gott empor, damit seine menschliche Natur gestärkt werden möge und er imstande sei, dem verschlagenen Feind in all seinem trügerischen Wirken zu begegnen und seine Aufgabe zu erfüllen, die Menschheit zu erheben. Er spricht zu seinen Dienern: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben, dass ihr tut, wie ich euch getan habe.“ Johannes 13,15. DE.160.5 Teilen

Und Paulus sagte: „Die Liebe Christi drängt uns.“ 2.Korinther 5,14. Dies war der wirksame Grundsatz seines Verhaltens und dies war der Drang zu seinen Taten. Wenn je sein Eifer auf dem Pfad der Pflicht einen Augenblick zu erlahmen drohte, so veranlasste ihn ein Blick auf das Kreuz, die Lenden seines inneren Menschen erneut zu gürten und auf dem Weg der Selbstverleugnung weiterzugehen. In seinen Arbeiten für seine Brüder verließ er sich viel auf die Offenbarung der unendlichen Liebe im Opfer Christi mit seiner unterwerfenden, anfeuernden Macht. DE.160.6 Teilen

161

Wie ernst und ergreifend klingt seine Bitte: „Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ 2.Korinther 8,9. Ihr kennt die Höhe, von der der Sohn Gottes sich herabließ und die Tiefe der Demütigung, zu der er herabstieg. Er betrat den Pfad der Aufopferung und wandte sich nicht davon ab, bis er sein Leben gelassen hatte. Es gab keine Ruhe für ihn zwischen dem Thron des Himmels und dem Kreuz. Aus Liebe zu den Menschen nahm er jede Schmach an und ertrug auch jede Beleidigung. DE.161.1 Teilen

Paulus weist uns darauf hin, dass „ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient“. Er bittet uns, so gesinnt zu sein, wie Jesus Christus auch, „der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz“. Philipper 2,4-8. DE.161.2 Teilen

Jeder, der Christus als seinen persönlichen Heiland annimmt, wird um das Vorrecht bitten, Gott zu dienen. Wenn er bedenkt, was der Himmel für ihn getan hat, wird sein Herz mit unendlicher Liebe und anbetender Dankbarkeit erfüllt. Er ist bestrebt, seine Dankbarkeit dadurch zu beweisen, dass er seine Fähigkeiten in den Dienst Gottes stellt. Er möchte so gerne seine Liebe zu Christus und zu seinem erkauften Eigentum zeigen. Er möchte arbeiten und Mühe und Opfer ertragen. DE.161.3 Teilen

Der wahre Diener Gottes wir sein Bestes tun, weil er dadurch seinen Meister verherrlichen kann. Er wird die Forderungen Gottes erfüllen. Und er wird danach streben, alle seine Fähigkeiten zu verbessern und jede Pflicht erfüllen als vor Gott. Sein einziges Verlangen wird sein, dass Christus Ehrerbietung und ein vollkommener Dienst erwiesen wird. DE.161.4 Teilen

Es gibt ein Bild, das einen jungen Farren zwischen einem Pflug und einem Altar darstellt. Das Bild trägt die Inschrift: „Für beides bereit!“ — bereit, in der Furche zu gehen oder auf dem Opferaltar geopfert zu werden. Das ist die Situation des wahren Gotteskindes — bereit, dahin zu gehen, wohin die Pflicht ruft, sich selbst zu verleugnen und sich für das Werk des Erlösers aufzuopfern. — In den Fußspuren des großen Arztes 505-511. DE.161.5 Teilen

7367
35059
Weiter zu "Die Prüfung des neuen Lichtes"
Stichwörter