Portrait von Ellen White
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Das Licht des Engels 1890 noch nicht erkannt
Das Licht des Engels 1890 noch nicht erkannt
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Manche haben mir geschrieben und sich erkundigt, ob die Botschaft von der Rechtfertigung aus Glauben die dritte Engelsbotschaft sei, und ich habe geantwortet: „Sie ist es wahrhaftig.“ Der Prophet verkündigt: „Danach sah ich einen anderen Engel vom Himmel herabkommen, der hatte große Macht, und die Erde wurde von seinem Glanz erleuchtet.“ Offenbarung 18,1. Glanz, Herrlichkeit und Macht sollen mit der dritten Engelsbotschaft verknüpft werden, und die Menschen werden sich überzeugen lassen, wo immer sie durch die Beweisführung des Heiligen Geistes gepredigt wird. Wie werden unsere Glaubensbrüder wissen, wann dieses Licht zum Volke Gottes kommt? Bis jetzt haben wir das Licht gewiß nicht gesehen, das dieser Beschreibung entspricht. Gott hat Licht für sein Volk und alle, die es annehmen, werden sehen, wie sündhaft es ist, in Lauheit zu verharren; sie werden den Rat des treuen Zeugen beachten, wenn er sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.“ Offenbarung 3,20. GBO.234.1 Teilen

Die Gemeinde wird in einer selbstzufriedenen, gefälligen, stolzen, unabhängigen Haltung dargestellt, ihres Mangels und Elends nicht bewußt. Durch ihre Haltung drückt sie aus: „Ich bin reich und habe alles in Überfluß und brauche nichts!“ Offenbarung 3,17. — The Review and Herald, 1. April 1890. GBO.234.2 Teilen

Durch den Erlaß des Sonntagsgesetzes reichen die Sünden bis zum Himmel. „Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.“ Offenbarung 18,5. Wann reichen ihre Sünden bis zum Himmel? Wenn das Gesetz Gottes schließlich per Gesetz für ungültig erklärt wird. — The Signs of the Times, 12. Juni 1893. GBO.234.3 Teilen

Die Sünden der Welt werden bis an den Himmel reichen, wenn das Gesetz Gottes für null und nichtig gilt; wenn der Sabbat des Herrn in den Staub getreten wird und die Menschen gezwungen werden, durch den starken Arm des Landesgesetzes an seiner Statt eine Einrichtung des Papsttums anzunehmen. Indem sie eine menschliche Einrichtung über die von Gott bestimmte Einrichtung erhöhen, zeigen sie dem großen Gesetzgeber gegenüber Verachtung und lehnen sein Zeichen oder Siegel ab. Die Frage von größter Lebenswichtigkeit für diese Zeit lautet: „Wer ist auf des Herrn Seite? Wer will sich mit dem Engel vereinen, der Welt die Botschaft der Wahrheit zu verkünden? Wer will das Licht empfangen, das die Erde mit seinem Glanz erleuchtet?“ Diejenigen, die das Licht, das sie lieben, auch bewahren, werden mehr Licht erhalten. Vermehrtes Licht wird auf die Seelen scheinen, die sich der besänftigenden, überwindenden Gnade Christi übergeben; und jene, die das Licht lieben, werden vor den Täuschungen Satans gerettet werden. Er wird mit äußerster Energie danach streben, durch seine Wunder wirkende Kraft allerlei Zeichen zur Schau zu stellen, die das Werk, das Gott auf Erden verrichten wird, scheinbar in den Schatten stellen. Und alle werden verführt werden, außer denjenigen, deren Namen im Lebensbuch des Lammes geschrieben stehen. Wir benötigen jetzt Licht bei jedem Schritt, damit wir nicht mit dem Irrtum der Bösen hinweggefegt werden. — The Review and Herald, 5. November 1889; S.D.A. Bible Commentary VII, 977. GBO.234.4 Teilen

Der Engel von Offenbarung 181-4 verkörpert den Lauten Ruf des dritten Engels: der Spätregen des Heiligen Geistes
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Als Jesus seinen öffentlichen Dienst begann, reinigte er den Tempel von seiner gotteslästerlichen Entweihung. Unter den letzten Taten seines Dienstes war die zweite Reinigung des Tempels. So werden im letzten Werk der Warnung an die Welt zwei deutliche Rufe an die Kirchen ergehen. Die zweite Engelsbotschaft lautet: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt, ... denn von dem Wein ihrer leidenschaftlichen Hurerei haben alle Völker getrunken.“ Offenbarung 18,2-3. Und im lauten Ruf der dritten Engelsbotschaft ist eine Stimme vom Himmel zu hören, die sagt: „Geht aus der Stadt hinaus, mein Volk, dass ihr nicht mitschuldig werdet an ihren Sünden und von ihren Plagen mitbetroffen werdet! Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel.“ Offenbarung 18,4-5. — The Review and Herald, 6. Dezember 1892. GBO.235.1 Teilen

Zusammenwirken mit Gott bereitet den Weg
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Wenn wir uns völlig und von ganzem Herzen dem Dienst Christi weihen, wird Gott das anerkennen, indem Er den Heiligen Geist ohne Maß ausgießen wird; aber dies wird nicht geschehen, wenn der größte Teil der Gemeinde mit Gott nicht zusammenwirkt. — The Review and Herald, 21. Juli 1896; Evangelism 699. GBO.236.1 Teilen

Ich sah Lichtstrahlen aus Städten und Dörfern leuchten, von hoch und niedrig gelegenen Orten der Erde. Man gehorchte Gottes Wort, und Ergebnis davon waren Wahrzeichen für Ihn in jeder Stadt und jedem Dorf. Seine Wahrheit wurde in der ganzen Welt verkündigt. — Testimonies for the Church IX, 28-29 (1909). GBO.236.2 Teilen

Hunderte und Tausende besuchten Familien und eröffneten ihnen Gottes Wort. Viele Herzen wurden durch die Kraft des Heiligen Geistes überführt, und ein Geist echter Bekehrung zeigte sich. Überall öffneten sich der Verkündigung der Wahrheit Tür und Tor. Die Welt schien mit himmlischem Einfluß erleuchtet zu sein. — Testimonies for the Church IX, 126 (1909). GBO.236.3 Teilen

Der Spätregen bereitet die Gemeinde auf das Kommen des Menschensohnes vor und vollendet das Werk der Gnade Gottes in der Seele

Wenn man Gott seinen Willen übergeben hat ..., werden die Blüten und Früchte des christlichen Lebens blühen und zur Vollkommenheit heranreifen. — The Signs of the Times, 29. Oktober 1894. GBO.236.4 Teilen

Betet um den Spätregen!

„So bittet nun vom Herrn Spätregen, so wird der Herr Gewölk machen und euch Regen genug geben, zu allem Gewächs auf dem Felde.“ Sacharja 10,1. „Und euch herabsendet Frühregen und Spätregen wie zuvor.“ Joel 2,23. Im Orient fällt der Frühregen zur Saatzeit. Er ist notwendig, damit die Saat keimt. Unter der Einwirkung der fruchtbaren Regenschauer gehen die zarten Keimlinge auf. Der Spätregen, der gegen Ende der Jahreszeit fällt, läßt das Korn ausreifen und bereitet es zum Schnitt vor. Der Herr verwendet diese Naturvorgänge, um das Werk des Heiligen Geistes darzustellen. Wie Tau und Regen zuerst fallen, um die Saat zum Keimen zu bringen und dann die Ernte ausreifen zu lassen, so wird der Heilige Geist verliehen, um den Vorgang des geistlichen Wachstums von einem Abschnitt zum anderen voranzutreiben. Das Reifen des Getreides stellt die Vollendung des göttlichen Gnadenwerkes in der Seele dar. Durch die Kraft des Heiligen Geistes soll das sittliche Bild Gottes in unserem Charakter vervollkommnet werden. Wir müssen völlig in das Ebenbild Christi verwandelt werden. GBO.236.5 Teilen

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Der Spätregen, der die Ernte der Welt reifen läßt, stellt die geistliche Gnade dar, welche die Gemeinde auf den kommenden Menschensohn vorbereitet. Aber wenn zuvor der Frühregen nicht gefallen ist, wird es kein Leben geben: Der grüne Keimling wird nicht aufgehen. Haben die Frühlingsschauer ihr Werk nicht getan, kann der Spätregen keine Saat zur Vollendung bringen. GBO.237.1 Teilen

„Denn die Erde bringt von selbst zum ersten das Gras, darnach die Ähren, darnach den vollen Weizen in den Ähren.“ Markus 4,27. Die christlichen Tugenden müssen sich beständig entwickeln, und die christliche Erfahrung muss beständig fortschreiten. Danach sollten wir mit starkem Verlangen streben, damit wir für die Lehre Christi, unseres Erretters, eine Zierde sind. GBO.237.2 Teilen

Vielen fehlt in großem Ausmaß der Frühregen. Sie haben nicht alle Segnungen erlangt, die Gott auf diesem Weg für sie vorgesehen hat. Sie erwarten, dass der Mangel durch den Spätregen ausgeglichen werde. Wenn die Gnade in reichster Überfülle verliehen wird, dann wollen sie ihre Herzen öffnen, um diese Gnade zu empfangen. Sie begehen einen schrecklichen Fehler. Das Werk, das Gott im menschlichen Herzen begonnen hat, indem er sein Licht und seine Kenntnisse verlieh, muss ständig vorwärtsschreiten. Jeder einzelne muss seine eigene Bedürftigkeit erkennen. Das Herz muss von jeder Beschmutzung entleert und gereinigt werden, damit der Heilige Geist dort wohnen kann. Durch Bekennen und Lassen der Sünde, durch ernstes Gebet und persönliche Hingabe an Gott bereiteten sich die Jünger auf die Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten vor. Dasselbe Werk, nur in höherem Maße, muss jetzt verrichtet werden. Dann hätte das menschliche Werkzeug nur um den Segen zu bitten und zu warten, dass der Herr sein Werk an ihm zur Vollendung bringe. Gott hat ja das Werk begonnen, und er wird es auch zu Ende führen, indem er den Menschen in Jesus Christus vollendet. Wir dürfen jedoch die Gnade, dargestellt durch den Frühregen, nicht vernachlässigen. Nur diejenigen, die das Licht ausleben, das sie haben, werden größeres Licht empfangen. Wenn wir die aktiven christlichen Tugenden nicht täglich deutlicher demonstrieren, werden wir die Kundgebung des Heiligen Geistes im Spätregen nicht erkennen. Er mag auf Herzen um uns herum fallen, wir aber werden ihn nicht erkennen noch empfangen. GBO.237.3 Teilen

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An keiner Stelle unserer christlichen Erfahrung können wir ohne die Hilfe dessen auskommen, was uns den ersten Anfang ermöglicht hat. Die Segnungen, die wir unter dem Frühregen empfingen, brauchen wir bis zum Ende. Diese Segnungen allein reichen jedoch nicht aus. Während wir den Segen des Frühregens hochhalten, dürfen wir andererseits die Tatsache nicht aus dem Auge verlieren, dass die Ernte ohne den Spätregen, der die Ähren füllt und das Getreide ausreifen läßt, nicht zum Schnitt bereit ist, und die Arbeit des Sämannes wird dann vergeblich sein. Die göttliche Gnade ist am Anfang nötig, sie ist es bei jedem weiteren Schritt und die göttliche Gnade allein kann das Werk auch vollenden. Es steht uns nicht zu, in sorgloser Haltung auszuruhen. Wir dürfen Christi Warnung nie vergessen: „Wachet im Gebet“, „wacht und betet allezeit“. Eine Verbindung mit dem Göttlichen ist für unsern Fortschritt wesentlich. Wir haben vielleicht eine gewisse Menge vom Geist Gottes erhalten; aber wir sollen durch Gebet und Glauben ständig mehr davon suchen. Wir erreichen nichts, wenn wir in unserm Eifer nachlassen. Wenn wir nicht vorwärtskommen, wenn wir nicht die entsprechende Haltung einnehmen, um sowohl den Früh- als auch den Spätregen zu empfangen, werden wir verlorengehen, und die Verantwortung wird bei uns selbst liegen. GBO.238.1 Teilen

„So bittet nun vom Herrn Spätregen.“ Vgl. Sacharja 10,1. Ruht nicht in Zufriedenheit, dass der Regen im natürlichen Lauf der Jahreszeiten fallen werde. Bittet darum. Wachstum und Vollendung der Saat ruhen nicht auf dem Landmann. Gott allein kann die Ernte ausreifen lassen. Des Menschen Mitarbeit aber wird gefordert. Gottes Werk für uns erfordert die Betätigung unseres Geistes, die Ausübung unseres Glaubens. Wir müssen seine Gunst von ganzem Herzen suchen, wenn die Ströme der Gnade auf uns fallen sollen. Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, uns selbst in den Segensstrom zu begeben. Christus hat gesagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Matthäus 18,20. Gemeindeversammlungen wie Zeltversammlungen, die Zusammenkünfte im Hause und alle Anlässe, wo man persönlich für die Menschen arbeitet, sind von Gott vorgesehene Gelegenheiten, den Früh- und Spätregen zu verleihen. GBO.238.2 Teilen

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Niemand aber soll denken, seine Pflicht sei durch Anwesenheit in diesen Versammlungen erfüllt. Eine bloße Anwesenheit in allen Versammlungen, die abgehalten werden, wird nicht von selbst schon Segen bringen. Es ist kein unumstößliches Gesetz, dass alle, welche den allgemeinen Zusammenkünften oder örtlichen Versammlungen beiwohnen, auch große Zurüstungen vom Himmel empfangen. Die Umstände mögen für ein reiches Ausgießen der Gnade günstig erscheinen. Gott aber ist es, der gebieten muss, dass der Regen falle. Daher sollten wir im Bitten nicht nachlassen. Wir sollten nicht dem üblichen Lauf der Vorsehung vertrauen. Wir müssen beten, Gott möge den Brunnen des Lebenswassers öffnen, und wir selbst müssen vom Lebenswasser schöpfen. Wir wollen reumütigen Herzens aufs ernsthafteste bitten, dass die Segensschauer jetzt, zurzeit des Spätregens, auf uns fallen. In jeder Versammlung, in der wir anwesend sind, sollten unsere Gebete gerade zu dieser Zeit aufsteigen, und Gott wird unserer Seele Wärme und Feuchtigkeit (d. h. Wachstumsklima) verleihen. Indem wir Gott um den Heiligen Geist ersuchen, wird dieser in uns Sanftmut, einen demütigen Geist und das Bewußtsein wirken, dass wir auch bezüglich des Spätregens, der uns vollkommen macht, von Gott abhängig sind. Beten wir im Glauben um den Segen, werden wir ihn empfangen, wie Gott es verheißen hat. GBO.239.1 Teilen

Die ständige Verbindung des Heiligen Geistes mit der Gemeinde wird durch den Propheten Sacharja in einem anderen Bilde dargestellt, das eine wunderbare, ermutigende Lehre für uns enthält. Der Prophet sagt: „Und der Engel, der mit mir redete, weckte mich abermals auf, wie man vom Schlaf erweckt wird, und sprach zu mir: Was siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe, und siehe, da steht ein Leuchter, ganz aus Gold, mit einer Schale oben darauf, auf der sieben Lampen sind und sieben Schnauzen an jeder Lampe, und zwei Ölbäume dabei, einen zu seiner Rechten, der andere zu seiner Linken. Und ich hob an und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was ist das? ... Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth ... Und ich sprach weiter zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei goldnen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt? ... Und er sprach: Es sind die zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.“ Sacharja 4,1-14. GBO.239.2 Teilen

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Von den beiden Ölbäumen wurde das goldene Öl durch die goldenen Röhren in das Gefäß des Leuchters entleert und von dort in die goldenen Lampen, die dem Heiligtum Licht spendeten. So wird sein Geist von den Heiligen, die in Gottes Gegenwart sind, menschlichen Werkzeugen übermittelt, die sich seinem Dienst geweiht haben. Die Sendung der beiden Gesalbten besteht darin, Gottes Volk Licht und Kraft zu senden. Um für uns Segnungen zu empfangen, stehen sie in Gottes Gegenwart. Wie die Ölbäume sich in die goldenen Röhren entleeren, so trachten die himmlischen Boten danach, alles, was sie von Gott empfangen, mitzuteilen und indem wir die Segnungen erhalten, sollen wir sie wiederum weitergeben. So werden die heiligen Lampen gespeist, und die Gemeinden werden zum Licht der Welt. GBO.240.1 Teilen

Dies ist das Werk, von dem der Herr möchte, dass jeder es zu der Zeit anzugreifen bereit ist, in der die vier Engel die Winde halten, damit sie nicht blasen, bis die Diener Gottes an ihren Stirnen versiegelt sind. Jetzt ist keine Zeit für Selbstgefälligkeit. Die Lampen der Seele müssen zugerichtet werden. Sie müssen mit dem Öl der Gnade versehen werden. Wir müssen jegliche Vorsichtsmaßnahme treffen, um geistlichen Verfall zu verhüten, damit der große Tag des Herrn uns nicht wie ein Dieb in der Nacht überrasche. Jeder Zeuge für Gott soll jetzt überlegt in dem Bereich wirken, den Gott bestimmt hat. Wir sollen täglich eine tiefe und lebendige Erfahrung im Werk der Vervollkommnung des christlichen Charakters erlangen, und wir sollen täglich das heilige Öl empfangen, um es andern mitzuteilen. Alle können Lichtträger für die Welt sein, wenn sie wollen. In Jesus sollen wir das Ich aus dem Gesichtskreis verschwinden lassen. Wir sollen das Wort des Herrn in Rat und Lehre annehmen und es froh weiterreichen. Es besteht jetzt eine große Notwendigkeit zum Gebet. Christus befiehlt: „Betet ohne Unterlaß“, d. h. haltet den Geist aufwärts gerichtet zu Gott, der Quelle aller Kraft und Wirksamkeit. GBO.240.2 Teilen

Wir mögen lange den schmalen Pfad gegangen sein, aber das ist noch lange kein Beweis dafür, dass wir ihn bis ans Ende gehen. Wenn wir mit Gott unter Begleitung des Heiligen Geistes gewandelt sind, dann deshalb, weil wir Ihn täglich im Glauben gesucht haben. Von den beiden Ölbäumen ist uns das goldene Öl, das durch die goldenen Röhren fließt, übermittelt worden. Diejenigen aber, die den Geist und die Gewohnheit des Gebets nicht pflegen, können nicht erwarten, das goldene Öl der Güte, Geduld, Ausdauer im Leiden, Freundlichkeit und Liebe zu empfangen. GBO.240.3 Teilen

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Jeder soll sich von der Welt, die voller Bosheit ist, abgesondert halten. Wir sollen nicht nur eine Zeitlang mit Gott wandeln und dann nach unserem eigenen Gutdünken. Es muss eine große Beständigkeit und Ausdauer in Glaubenstaten herrschen. Wir sollen Gott preisen, sollen seine Herrlichkeit in einem anständigen Charakter zeigen. Keiner von uns wird je den Sieg erringen, ohne ausdauernde, unermüdliche Anstrengungen, die im Verhältnis zum Wert des Gegenstandes stehen, nach dem wir streben: dem ewigen Leben. GBO.241.1 Teilen

Der Zeitabschnitt, in dem wir jetzt leben, soll für die, die bitten, der Zeitabschnitt des Heiligen Geistes sein. Bittet um seine Segnungen. Es gab eine Zeit, in der unsere Frömmigkeit viel tiefer war. Gerade uns ist das schwierige, aber beglückende und herrliche Werk aufgetragen, Christus denen zu offenbaren, die in Finsternis leben. Wir sind aufgerufen, die besonderen Wahrheiten für diese Zeit zu verkündigen. Für all das ist die Ausgießung des Heiligen Geistes grundlegend. Wir sollten darum beten. Der Herr erwartet, dass wir IHN bitten. Wir sind in diesem Werk nicht mit ganzem Herzen dabei. Was kann ich meinen Geschwistern im Namen des Herrn sagen? GBO.241.2 Teilen

Wie viele Anstrengungen unternahmen wir in Übereinstimmung mit dem Licht, das der Herr nach seinem Wohlgefallen gegeben hat? Wir können uns nicht auf Formalitäten oder äußere Betriebsamkeit verlassen. Was wir brauchen, ist der belebende Einfluß des Heiligen Geistes Gottes. „Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist, sagt der Herr der Heerscharen.“ Betet ohne Unterlaß und wacht, indem ihr in Übereinstimmung mit euren Gebeten wirkt. Betest du, so glaube, vertraue Gott. Es ist die Zeit des Spätregens, in der der Herr reichlich von seinem Geist geben will. Seid brennend im Gebet und wacht im Geiste. — The Review and Herald, 2. März 1897; Testimonies to Ministers and Gospel Workers 506-512. GBO.241.3 Teilen

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