Portrait von Ellen White
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Keine Neutralität
Keine Neutralität
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Die in irgendeiner Weise mit Gottes Werk in unsern Anstalten in Verbindung stehen, müssen mit Gott verbunden sein. Sie müssen sich verpflichtet fühlen, unter allen Umständen recht zu handeln, dass sie wissen, wo sie sich am Tage der Prüfung befinden werden. Niemand, der mit dem heiligen Werk Gottes verbunden ist, kann eine neutrale Stellung einnehmen. Wenn ein Mann sich unentschlossen und wankelmütig zeigt, bis er sicher ist, nichts zu verlieren, dann offenbart er damit, dass Gott ihn nicht gebrauchen kann. Aber es gibt viele, die nach dieser Richtschnur handeln. Sie sind nicht von Gott erwählt, oder sie haben entschieden verfehlt, sich von der machtvollen Kraft des Heiligen Geistes leiten zu lassen. ZP.348.1 Teilen

Der Herr wird geschulte Männer benutzen, wenn ihre vermeintliche Weisheit sie nicht dazu verführt, den Heiligen Geist zu benutzen und den Herrn belehren zu wollen, dass menschliche Taktik besser sei als die göttlichen Pläne, da sie besser mit der volkstümlichen Meinung übereinstimmt. Jeder, der im Dienste Gottes steht, ist verpflichtet, standhaft zu sein und kühn dem Vorurteil, dem Widerstand und menschlicher Leidenschaft zu begegnen. Sie müssen stets daran denken, dass sie Gottes Diener sind und in seinem Dienst stehen. ZP.348.2 Teilen

[Zum weiteren Studium empfohlen: Testimonies for the Church VI, 89.90; 137.138; 442; VIII, 28.29.36; Das Leben Jesu 404.405.] ZP.348 Teilen

Der Herr möchte, dass sein Volk sich von allem trennt, was mit Bezug auf das Predigtamt nicht der Schrift entspricht. Die Männer, die zum Predigtamt berufen sind, sollten nicht zum Götzen erhoben werden. Man sollte sie nicht mit abergläubischer Ehrfurcht betrachten, und wenn Sünde sich in ihnen offenbart, sollte sie ihres hohen Amtes wegen nicht weniger abstößig erscheinen. Gerade ihr Amt macht die Sünde umso größer; denn indem sie die Sünde begehen, machen sie sich zu Sündendienern, zu Werkzeugen Satans, durch die er mit Erfolg die Sünde verewigen kann. ZP.348.3 Teilen

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Alle sollten daran denken, dass Satans Anstrengungen sich besonders gegen das Predigtamt richten. Er weiß, dass der Prediger nur ein menschliches Werkzeug ist, das keine Tugend oder Heiligkeit aus sich selbst hervorbringen kann. Er weiß, dass es ein Werkzeug ist, das Gott als ein wirksames Mittel zur Seelenrettung verordnet hat, und dass es nur tüchtig ist, wenn Gott, der ewige Geist, es tüchtig macht. Er weiß, dass sich der Evangeliumsschatz in irdenen Gefäßen befindet. Es ist nur Gottes Macht, die sie zu Gefäßen zu seiner Ehre machen kann. Sie mögen den Weinberg bearbeiten, ein Paulus mag pflanzen und ein Apollos begießen, aber Gott allein kann das Gedeihen geben. ZP.349.1 Teilen

Gott hat seine Gemeinde niemals ohne Zeugen gelassen. In allen Szenen der Prüfung und Erprobung, in Widerstand und Verfolgung, inmitten moralischer Finsternis, durch welche die Gemeinde gehen musste, hat Gott Männer gehabt, die vorbereitet waren, das Werk in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien aufzugreifen und es vorwärts und aufwärts zu führen. Durch Patriarchen und Propheten wurde seinem Volk die Wahrheit offenbart. Christus war ebenso der Lehrer seines alttestamentlichen Volkes, wie er es zu der Zeit war, als er auf Erden wandelte, überkleidet mit der menschlichen Natur. Seine Herrlichkeit unter einer menschlichen Gestalt verbergend, erschien er oftmals seinem Volk und sprach mit ihm von Angesicht zu Angesicht „wie ein Mann mit seinem Freund spricht“. Er, des Volkes unsichtbarer Leiter, war in die Wolken- und Feuersäule eingehüllt und sprach durch Mose zu ihm. Gottes Stimme wurde durch die Propheten vernommen, die er dazu erwählt hatte, ein besonderes Werk zu tun und eine besondere Botschaft zu tragen. Er sandte sie, wieder und wieder die gleichen Worte zu sagen. Er hatte eine Botschaft für sie bereitet, die nicht den Wegen und dem Willen der Menschen entsprach. Diese legte er ihnen in den Mund, dass sie sie verkündigen mussten. Er gab ihnen die Zusicherung, dass der Heilige Geist sie beim Bringen der Botschaft leiten würde. Er, der die Herzen kannte, würde ihnen Worte eingeben, durch die das Volk erreicht werden konnte. ZP.349.2 Teilen

Es konnte sein, dass die Botschaft jenen, die sie erhielten, nicht gefiel. Es mochte sein, dass sie kein Verlangen nach etwas Neuem hegten, sondern so weitergehen wollten wie bisher. Aber der Herr rüttelte sie durch Tadel auf, er rügte ihre Handlungsweise. Er brachte neues Leben in die Wächter, die auf ihrem Posten schliefen, die in ihren Pflichten untreu gewesen waren. Er machte sie auf ihre Verantwortlichkeit aufmerksam und sagte ihnen, dass sie für die Sicherheit des Volkes verantwortlich seien. Sie waren Wächter, und als solche durften sie weder Tag noch Nacht schlafend erfunden werden. Sie sollten den Feind entdecken und die Alarmglocke ertönen lassen vor dem Volk, damit jeder seine Stellung einnehmen und der wachsame Feind nicht den geringsten Vorteil erringen konnte. ZP.349.3 Teilen

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